Unter dem Motto "Im Dialog" lädt das Bachfest Leipzig vom 11. bis 21. Juni zu einer neuen Ausgabe ein. Präsentiert werden mehr als 200 Veranstaltungen, wie die Organisatoren in Leipzig mitteilten. Im Zentrum steht die Aufführung der 50 beliebtesten Kantaten Johann Sebastian Bachs (1685-1750). Sie wurden zuvor in einer mehrmonatigen Online-Abstimmung nach dem Prinzip einer Radio-Hitparade gekürt. In zwölf Konzerten werden die "Top 50" der Bach-Kantaten präsentiert.
Dazu werden die Dirigenten Philippe Herreweghe, John Eliot Gardiner, Ton Koopman und Hans-Christoph Rademann mit ihren Ensembles erwartet. Ein zweiter Schwerpunkt des Festivals sei das Jubiläum "300 Jahre Clavierübung", eine Sammlung von Bachwerken für Tasteninstrumente. Geplant seien auch Gesprächsformate, Führungen und eine Open-Air-Bühne. Es ist das 100. Bachfest seit Bestehen der Neuen Bachgesellschaft.
Eröffnet wird es mit einem Konzert in der Leipziger Thomaskirche. Am 15. Juni erhält die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen die Bach-Medaille der Stadt Leipzig. Mit der Auszeichnung werde ein "einzigartiges Langzeitprojekt" gewürdigt. Seit 2006 verfolge die Stiftung in der Schweiz das Ziel, in monatlich stattfindenden Konzerten das gesamte Vokalwerk Johann Sebastian Bachs aufzuführen.
Johann Sebastian Bach wurde 1685 in Eisenach geboren. In Leipzig lebte und wirkte er von 1723 bis zu seinem Tod 1750 und war als Thomaskantor tätig. Die Thomaskirche war eine seiner Wirkungsstätten. 2025 zog das Bachfest Leipzig rund 75.000 Besucherinnen und Besucher an.



