Berlin (epd). Fachverbände für Menschen mit Behinderungen fordern Korrekturen an der geplanten Reform für die gesetzliche Krankenversicherung. Der Bundestag müsse drohende Versorgungslücken abwenden, verlangten die Verbände am Donnerstag in Berlin, darunter die Behindertenhilfe der Caritas, der evangelische Fachverband für Teilhabe und die Bundesvereinigung Lebenshilfe. Am Freitag berät der Bundestag über das Gesetz in erster Lesung.
Die Verbände warnen davor, Festbeträge der Kassen für Hilfsmittel auf weitere Produkte auszuweiten. Hilfsmittel wie etwa Rollstühle oder Hörgeräte entschieden darüber, ob Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben könnten, hieß es. Komplexe Versorgungsbedarfe könnten infolge der Reform unberücksichtigt bleiben und Betroffenen zusätzliche Kosten drohen.
Außerdem müssten Eltern behinderter Kinder auch dann beitragsfrei beim Ehepartner mitversichert werden können, wenn das Kind älter als sieben Jahre alt ist. Der Bund müsse zudem versicherungsfremde Leistungen aus Steuern finanzieren und dürfe seinen Zuschuss zur Krankenversicherung nicht pauschal kürzen.



