Somalia: Schusswechsel zwischen Armee und Opposition

Somalia: Schusswechsel zwischen Armee und Opposition
Seit Mittwochabend herrscht in der somalischen Hauptstadt Mogadischu ein Straßenkampf zwischen Armee und Opposition, nachdem Wahlen verschoben wurden. Schüsse und Explosionen waren in mehreren Stadtvierteln zu hören.

Nairobi, Mogadischu (epd). In der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind Straßenkämpfe zwischen der Opposition und der Armee ausgebrochen. Wie das Nachrichtenportal "Hiiraan” am Donnerstag berichtete, halten die Kämpfe seit Mittwoch an, Schüsse und Explosionen sind zu hören gewesen. Für diese Woche waren Proteste der Opposition angekündigt, aufgrund der immer wieder aufgeschobenen Wahlen. Die Lage war bereits seit Anfang der Woche angespannt. Ob und wie viele Zivilisten verletzt oder getötet wurden, ist unklar.

Der Straßen- sowie Flugverkehr sei beeinträchtigt, hunderte Menschen sind aus den betroffenen Stadtvierteln geflohen, berichtet Hiiraan. Nach Polizeiangaben war ein Angriff vermummter Bewaffneter auf einen Checkpoint der Auslöser für die Auseinandersetzungen. Laut Opposition war der Auslöser ein Angriff von Sicherheitskräften auf das Haus des ehemaligen Premierministers Hassan Ali Khaire.

Mandat ausgelaufen

Das Mandat des aktuellen Präsidenten Hassan Sheikh Mohamud war am 15. Mai ausgelaufen. Wahlen wurden um ein Jahr verschoben, weil erstmals direkte demokratische Wahlen stattfinden sollen und die Infrastruktur dafür noch nicht bereitsteht - und der Rückhalt in Teilen der Bevölkerung dafür fehlt. Bisher wählen Repräsentanten der Clans das Parlament. Bei Verhandlungen mit der Opposition konnte bisher keine Einigung erreicht werden.

Internationale Akteure wie die Afrikanische Union forderten ein Ende der Kämpfe und riefen zum Dialog und zur Zurückhaltung auf.