Täter von Stade hat in Haft Suizid verübt

Einsatzkräfte auf der Straße
Fotoreport-DB/NWM-TV/dpa
Er tötete sechs Menschen in einem Stader Mutter-Kind-Heim.
Mutmaßlicher Streit um Sorgerecht
Täter von Stade hat in Haft Suizid verübt
Nach der tödlichen Schießerei in Stade ist der mutmaßliche Täter in der Haftanstalt Bremervörde tot aufgefunden worden. Nach Angaben des Justizministeriums gehen die Ermittler von Suizid aus.

Nach den tödlichen Schüssen auf sechs Menschen in Stade hat der mutmaßliche Täter in der Haft nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse Suizid begangen. Ein Mitarbeiter hatte den Mann am Dienstagmorgen tot in der Justizanstalt Bremervörde aufgefunden, wie das niedersächsische Justizministerium mitteilte. Ein Notarzt habe daraufhin den Tod durch Strangulation festgestellt.

Hinweise auf ein Fremdverschulden lägen nach derzeitigen Erkenntnissen nicht vor. Die Ermittlungen zu den Umständen des Todes sind den Angaben zufolge eingeleitet worden. Die Angehörigen des Toten sowie die Angehörigen der Opfer von Stade seien informiert worden.

Ende Juni waren nach Polizeiangaben in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade sechs Menschen getötet worden. Hintergrund ist mutmaßlich ein Streit um das Sorgerecht für ein drei Monate altes Kind. Der 45-jährige Tatverdächtige kam in Untersuchungshaft, die Staatsanwaltschaft warf ihm sechsfachen Mord vor.
Bei den Getöteten handelte es sich um vier Frauen und zwei Männer aus der Jugendhilfe. Drei arbeiteten in dem Mutter-Kind-Heim in Stade, drei in der Region Hannover. Der Fall hat bundesweit Betroffenheit und Anteilnahme ausgelöst.

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