Düsseldorf (epd). Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands mit mindestens 185 Toten wird mit einer Gedenkfeier im nordrhein-westfälischen Landtag an die Opfer erinnert. Zu dem Gedenkakt am 14. Juli in Düsseldorf wird auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet, wie der Landtag am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd) mitteilte. Er werde ebenso Gedenkworte sprechen wie Ministerpräsident Hendrik Wüst und Landtagspräsident André Kuper (beide CDU). Außerdem hält die Superintendentin des evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel, Claudia Müller-Bück, eine überkonfessionelle Ansprache.
„Mit der Teilnahme des Bundespräsidenten an der Gedenkstunde im Landtag wird deutlich, dass das Gedenken an diese Katastrophe Deutschland bewegt und der Dank an die vielen Helferinnen und Helfer auch fünf Jahre nach dem Unwetter weiter gilt“, erklärte Kuper. Die Narben der Zerstörungen seien bis heute in den Städten und Dörfern sichtbar. „Sie erinnern an die Opfer, aber auch an das Engagement der Helferinnen und Helfer und den Zusammenhalt, der unser Land ausmacht.“
Eine der schwersten Naturkatastrophen
Zur Gedenkveranstaltung sind auch Angehörige, Helferinnen und Helfer, Notfallseelsorger sowie Vertreter von Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr und Hilfsorganisationen eingeladen. Ferner nehmen Bürgermeister und Landräte aus betroffenen Regionen teil.
Bei einer der folgenschwersten Naturkatastrophen im Nachkriegs-Deutschland waren nach tagelangem Starkregen Mitte Juli 2021 ganze Regionen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen überflutet und zerstört worden. Nach ersten Sturzfluten in der Nacht zum 14. Juli in Hagen traten im Westen Deutschlands viele Flüsse über die Ufer, in Erftstadt und Euskirchen in NRW sowie besonders im Ahrtal in Rheinland-Pfalz stiegen die Pegel rasant.
In Rheinland-Pfalz starben mindestens 136 Menschen, 135 von ihnen im Ahrtal. In NRW gab es mindestens 49 Tote. Mehr als 800 Menschen wurden insgesamt verletzt, Zehntausende verloren ihr Hab und Gut. Das Ausmaß der Naturkatastrophe war vorab nicht erwartet oder vorhergesagt worden.



