"Unsere Gesellschaft ist an vielen Orten verstummt, wenn es um die großen friedenspolitischen Fragen geht", sagt Ruben Kurschat, Koordinator der Friedensgespräche, ein Projekt der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF).
Das Projekt Friedensgespräche soll Menschen ermutigen, die schwierigen Gespräche dennoch zu führen – achtsam, respektvoll und offen. Wir unterstützen Gruppen, Initiativen und Gemeinden dabei, auch zu heiklen Themen im Dialog zu bleiben, heisst es in der Pressemitteilung, die der Redaktion vorliegt.
"Am Anfang steht die Begegnung von Menschen. Wenn wir dem Ansinnen, unser Gegenüber zu verändern, es von unserer Wahrheit zu überzeugen, mal eine Pause gönnen, werden Energien frei, die zu echter Veränderung führen können", sagt Ruben Kurschat.
Die Initiative "Friedensgespräche" wird von den Friedensbeauftragten verschiedener evangelischer Landeskirchen, dem Lothar Kreyssig – Ökumenezentrum, dem Mennonitischen Friedenszentrum Berlin, Pax Christi, der Evangelischen Gemeinde Berlin-Kreuzberg und weiteren Kooperationspartnern unterstützt.
Gemeinsam laden sie am 27. Mai 2026 von 17 bis 19 Uhr zu einem digitalen Auftakt- und Vernetzungstreffen der "Friedensgespräche" ein. Die Handreichung "Ein Friedensgespräch initiieren" wird vorgestellt, die Menschen dabei unterstützt, die Sprachlosigkeit zu den wichtigen Friedensfragen zu überwinden.
Die AGDF ist ein Dachverband von 32 Organisationen und Institutionen, die im In- und Ausland Friedensarbeit leisten. Die in der AGDF engagierten Menschen finden sich nicht ab mit dem Widerstreit zwischen der Erwartung einer Welt, in der Friede herrscht, und der täglichen Erfahrung von Unfrieden, Gewalt und Ungerechtigkeit. Reale Schritte zum Frieden sind möglich und können gelingen.



