Elke Ronneberger verlässt Diakonie Vorstand

Elke Ronneberger
epd-bild/Rolf Zöllner
Elke Ronneberger ist seit 2025 als Bundesvorständin für Sozialpolitik zuständig.
Anpassung an Finanzlage
Elke Ronneberger verlässt Diakonie Vorstand
Elke Ronneberger gehörte der Spitze des evangelischen Wohlfahrtsverbandes seit Anfang 2025 an. Auch die Strukturen sollen sich beim Bundesverband ändern.

Die Bundesvorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, Elke Ronneberger, scheidet zum 30. Juni aus dem dreiköpfigen Spitzengremium des Verbandes aus. Die Aufhebung des Dienstverhältnisses erfolge im besten gegenseitigen Einvernehmen, teilte der evangelische Wohlfahrtsverband am Montag in Berlin mit. Ronneberger gehörte dem Vorstand seit Januar 2025 an.

Mit dem Schritt gingen strukturelle Veränderungen im Diakonie-Bundesverband einher, teilte die Diakonie weiter mit. Wie viele Organisationen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft müsse sich auch die Diakonie Deutschland an veränderte finanzielle Rahmenbedingungen anpassen. Details zu neuen Strukturen wurden nicht genannt.

Dem Vorstand gehören neben Ronneberger Diakoniepräsident Rüdiger Schuch und für Personal, Finanzen und Recht Jörg Kruttschnitt an.

Aufsichtsratsvorsitzende lobt Engagement

Die Aufsichtsratsvorsitzende des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung (EWDE), Bischöfin Beate Hofmann, erklärte, Ronneberger habe die Aufgabe der Sozialvorständin in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen übernommen. Sie habe die Positionen der Diakonie in den aktuellen sozial-, gesundheits- und pflegepolitischen Debatten mit Engagement und Fachkompetenz vertreten. Auch im Beteiligungsforum sexualisierte Gewalt in der EKD und Diakonie habe sie sich bleibende Verdienste erworben.

Die Diakonie Deutschland ist der Bundesverband der Diakonischen Werke der evangelischen Landes- und Freikirchen sowie von Fachverbänden verschiedener Arbeitsfelder. Zur Diakonie gehören rund 34.000 stationäre und ambulante Angebote wie Pflegeheime, Krankenhäuser, Kindertagesstätten, Beratungsstellen und Sozialstationen mit rund 687.000 Beschäftigten und etwa 700.000 ehrenamtlichen Helfern.