Zwar ist die Anzahl der Konfirmationen in den vergangenen Jahrzehnten wegen gesunkener Kirchenmitgliedszahlen insgesamt deutlich zurückgegangen. Unter evangelisch Getauften bleibt die Nachfrage aber vergleichsweise stabil.
Die Studien zeigen, dass die Konfirmation weit über den Festtag hinaus prägend bleibt. Für 82 Prozent der evangelischen Jugendlichen markiert die Konfirmation den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt. Gleichzeitig spielen Gemeinschaft, Feiern und Erlebnisse mit Freundinnen und Freunden eine große Rolle.
Deutschland liegt im internationalen Vergleich somit weiterhin auf einem hohen Niveau, heißt es in der Pressemitteilung der EKD. Für die Ratsvorsitzende der EKD, Bischöfin Kirsten Fehrs, steht fest: "Dass sich so viele Jugendliche bewusst für die Konfirmation entscheiden, macht deutlich: Sie wollen mehr als Ablenkung und Alltag – sie suchen Gemeinschaft und einen festen Stand im eigenen Leben", sagt die Ratsvorsitzende der EKD, Bischöfin Kirsten Fehrs.
Auch das Interesse an religiösen Themen hat in den vergangenen Jahren wieder zugenommen. "Die Konfi-Zeit wird von vielen als intensive gemeinsame Erfahrung erinnert, in der existentielle Lebensfragen zur Sprache kommen auf der Suche nach Antworten. Konfirmation ist also nicht nur ein feierliches Segensritual – in ihr verdichten sich spirituelle Orientierung und Sinnsuche", so die Ratsvorsitzende.
Auch auf das Verhältnis zur Kirche hat die Konfirmation langfristige Auswirkungen: Menschen, die sich in dieser Zeit mit Glaubensfragen auseinandersetzen, bleiben deutlich häufiger kirchlich verbunden. "In der Konfi-Zeit wächst, oft ganz unscheinbar, Vertrauen – zu sich selbst, zu anderen und zu Gott", so Bischöfin Fehrs. "Sie ist und bleibt für viele junge Menschen eine Herzensangelegenheit."




