Berlin (epd). Laut dem Berliner Sozialbericht 2025 gelten knapp 20 Prozent der Hauptstadtbevölkerung als armutsgefährdet. Im Jahr 2015 lag dieser Wert nur bei etwas mehr als 15 Prozent, seit 2020 bewegt er sich auf diesem hohen Niveau, wie die Senatssozialverwaltung am Donnerstag mitteilte. Berlin liegt damit mittlerweile mehr als fünf Prozentpunkte über dem Bundesschnitt. Als armutsgefährdet gilt eine Person, wenn ihr Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens beträgt.
Auch die Altersarmut ist demnach leicht angestiegen und liegt mit 7,3 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt. Dagegen sank die Kinderarmut in Berlin in den vergangenen Jahren kontinuierlich. Die neuesten Zahlen aus dem Jahr 2023 geben 25,1 Prozent an, 2015 lebte noch fast jedes dritte Kind in einem Haushalt, der auf Grundsicherung angewiesen ist. Bundesweit war die Kinderarmut im Jahr 2023 mit 14 Prozent demnach deutlich niedriger.



