Münster (epd). Der neue Bischof von Münster, Heiner Wilmer, wird bereits am 21. Juni offiziell in sein Amt eingeführt. Die Zeremonie im St.-Paulus-Dom „wird aus terminlichen Gründen um eine Woche vorgezogen“, erklärte das Bistum am Samstag in Münster. Wilmer wird vom Metropolit der Kirchenprovinz Köln, Kardinal Rainer Maria Woelki, in sein neues Amt eingeführt. Papst Leo XIV. hat den 64-jährigen Theologen Wilmer zum 77. Bischof von Münster ernannt. Die Entscheidung war bereits am Donnerstag bekannt gegeben worden. Wilmer ist bisher Bischof von Hildesheim und seit Ende Februar auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz.
An der Spitze des 1,6 Millionen Katholiken zählenden Bistums Münster folgt Wilmer auf Felix Genn, der im März 2025 mit 75 Jahren aus Altersgründen zurückgetreten war. Anschließend wurde das mitgliederstärkste Bistum Deutschlands von Diözesanadministrator Antonius Hamers geleitet.
Seit 2018 Bischof von Hildesheim
Wilmer wurde am 9. April 1961 im niedersächsischen Schapen geboren. Er wurde 1987 zum Priester geweiht und studierte von 1987 bis 1993 in Rom und Freiburg. Nach verschiedenen beruflichen Stationen - unter anderem in der New Yorker Bronx - wurde er Schulleiter an einem Gymnasium in Niedersachsen. Von 2007 bis 2015 war Wilmer Provinzial der Deutschen Ordensprovinz der Herz-Jesu-Priester in Bonn und im Anschluss bis 2018 Generaloberer der Herz-Jesu-Priester in Rom. Seit 2018 ist er Bischof von Hildesheim.



