Ermittlungsbehörden zerschlagen kriminelles Netzwerk im Darknet

Ermittlungsbehörden zerschlagen kriminelles Netzwerk im Darknet

München (epd). Bayerische Ermittler haben mehr als 373.000 Darknet-Domains abgeschaltet. Wie das Landeskriminalamt und die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg am Freitag mitteilten, betrieb der Plattformbetreiber „ein gigantisches Betrugs-Netzwerk“, zu einem erheblichen Teil mit kinderpornografischen Inhalten. Mit Bildern von schwerem sexuellem Missbrauch von Kleinkindern seien Pädokriminelle angelockt worden. Ziel sei gewesen, potenzielle „Kunden“ ohne Gegenleistung zu einer Zahlung zu bewegen.

„Die Fake-Shops warben mit echtem kinderpornografischem Material“, erklärte Landesjustizminister Georg Eisenreich (CSU): „Man darf nicht vergessen: Hinter jedem Bild, hinter jedem Video steht das unfassbare Leid eines Kindes.“ Ermittelt wird der Mitteilung zufolge gegen weltweit etwa 600 Nutzer, von denen 440 identifiziert wurden. In Deutschland gibt es 14 Verdächtige. An der „Operation Alice“ beteiligten sich weltweit 23 Staaten.