Hohe Strafen für guatemaltekische Umweltschützer bestätigt

Hohe Strafen für guatemaltekische Umweltschützer bestätigt

Mexiko-Stadt, Guatemala-Stadt (epd). Das Verfassungsgericht in Guatemala hat lange Gefängnisstrafen gegen die indigenen Umweltschützer Rigoberto Juárez Mateo und Bernardo Ermitaño López Reyes bestätigt. Maya-Organisationen kritisierten laut dem Nachrichtenportal „Prensa Comunitaria“ das höchstinstanzliche Urteil vom Dienstag (Ortszeit), weil es das Verteidigen der indigenen Territorien kriminalisiere.

Juárez Mateo und López Reyes hatten sich ab 2009 am Widerstand der Maya-Gemeinde Santa Cruz Barillas im Departement Huehuetenango gegen ein Staudammprojekt beteiligt. Ihnen wird vorgeworfen, über ein lokales Radio zu Protesten aufgerufen und Arbeiter an dem Projekt ihrer Freiheit beraubt zu haben.

Firma hat Staudammprojekt aufgegeben

Nach mehreren Monaten Haft sprach ein zweitinstanzliches Gericht die von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International unterstützten Aktivisten frei. 2016 gab das spanische Unternehmen Ecoener das Projekt auf und zog sich aus Guatemala zurück.

Das Verfassungsgericht bestätigte nun die Gefängnisstrafen von 24 Jahren für López Reyes und 8 Jahren für Juárez Mateo. Ihre Verteidiger argumentierten, sie seien für Organisationsformen der indigenen Völker verurteilt worden, welche durch die guatemaltekische Verfassung anerkannt sind.