Unter dem Motto "Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte" beginnt am Aschermittwoch die diesjährige evangelische Fastenaktion "7 Wochen Ohne". Die Kampagne zwischen dem 18. Februar und Ostermontag am 6. April lade dazu ein, bewusst auf Härte im Umgang miteinander zu verzichten, erklärt der hannoversche Landesbischof Ralf Meister als Botschafter der Aktion. Zahllose Menschen erlebten Unbarmherzigkeit und Gewalt an Leib und Seele.
"Wir selbst legen oft eiserne Panzer an, um uns zu schützen", sagt er. Doch Anteilnahme, ein mitfühlender Blick, ein erlösendes Wort könnten befreiend sein. In der Fasten- oder Passionszeit erinnern Christen an das Leiden und Sterben Jesu Christi und bereiten sich auf Ostern vor, auf die Botschaft von der Auferstehung.
In dieser Zeit verzichten viele Menschen traditionell ganz bewusst auf liebgewonnene Genussmittel wie Schokolade, Alkohol oder Fleisch, um den Alltag zu unterbrechen. Sie nutzen diese Wochen, um zur Ruhe zu kommen und dem eigenen Leben eine neue Richtung zu geben.
Vorbereitung auf Ostern
Seit mehr als 40 Jahren lassen sich zudem Millionen Menschen von der evangelischen Fastenaktion "7 Wochen Ohne" anregen, die Routinen des Alltags zu hinterfragen. Sie wollen eine neue Perspektive einnehmen und mehr Sinn im Leben erfahren. Ein Fastenkalender und Begleitmaterial bieten dazu Denkanstöße in Text und Bild.
Der Eröffnungsgottesdienst der Aktion wird am 22. Februar um 9 Uhr in der St.-Albani-Kirche in Göttingen gefeiert und live im ZDF übertragen. Teilnehmende von "7 Wochen Ohne" können sich zu Fastengruppen zusammenschließen oder den Aktionskalender nutzen.
Die Fastenaktion wurde 1983 gegründet. Ein mit Theologen und Medien-Experten besetztes Kuratorium bestimmt alljährlich nach Aschermittwoch das Motto für das Folgejahr. "7 Wochen Ohne" gehört zum Netzwerk des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik in Frankfurt am Main.


