Gustav-Adolf-Werk erinnert an 175 Jahre Frauenarbeit

Gustav-Adolf-Werk erinnert an 175 Jahre Frauenarbeit
Das Gustav-Adolf-Werk erinnert an 175 Jahre evangelische Frauenarbeit. Was 1851 als Initiative engagierter Christinnen begann, gilt heute als älteste Frauenarbeit der evangelischen Kirche.

Leipzig (epd). Das Gustav-Adolf-Werk (GAW) hat an seine vor 175 Jahren gegründete Frauenarbeit erinnert. Damit sei sie die älteste evangelische Frauenarbeit in Deutschland, erklärte das für protestantische Minderheitskirchen in aller Welt tätige Hilfswerk am Dienstag in Leipzig. Dieses besondere Jubiläum soll mit einer neuen Projektsammlung für Fraueninitiativen in Brasilien unterstützt werden.

Inge Rühl, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Frauenarbeit im Gustav-Adolf-Werk, würdigte die Anfänge im Jahr 1851: „Welch ein mutiges Vorgehen von Frauen in einer damaligen Männerwelt!“ Als 1832 das Gustav-Adolf-Werk gegründet wurde, waren Frauen als Mitglieder nicht vorgesehen, hieß es weiter. Erst am 21. November 1851 entstand in Berlin der erste Gustav-Adolf-Frauenverein. Heute ist die Arbeitsgemeinschaft der Frauenarbeit den Angaben zufolge ein selbstständiger Teil des ältesten evangelischen Hilfswerks in Deutschland.

Das Gustav-Adolf-Werk tritt für Religionsfreiheit ein. Es hilft religiösen Minderheiten in 40 Ländern der Welt. Partner sind laut GAW 50 protestantische - lutherische, reformierte, unierte - Minderheitskirchen in Europa, Lateinamerika und Asien. Das GAW hilft seinen Partnerkirchen beim Gemeindeaufbau, bei sozialdiakonischen und missionarischen Aufgaben sowie bei der Aus- und Weiterbildung von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Werk trägt den Namen des schwedischen Königs Gustav II. Adolf (1594-1632), der sich im Dreißigjährigen Krieg für den evangelischen Glauben einsetzte.