Aachen (epd). Die Hilfsorganisation Misereor hat nach eigenen Angaben Beschwerde gegen den Metallkonzern Aurubis beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingelegt. Es wirft dem Hamburger Unternehmen vor, Kupferkonzentrate aus Peru zu importieren, bei deren Abbau Menschenrechte verletzt und die Umwelt zerstört wurden. Damit verstoße Aurubis gegen die im Lieferkettengesetz festgeschriebenen Sorgfaltspflichten, erklärte Misereor, das die Beschwerde zusammen mit der peruanischen Partnerorganisation Red Muqui einreichte.
Der Abbau der Kupferkonzentrate hat Misereor zufolge massive Folgen für die Umwelt in den zentralen und südlichen Küstenregionen rund um die Minen. Das Grundwasser sei vergiftet und Böden sowie Fischgründe verseucht, hieß es. Die Folge seien häufige Krebserkrankungen sowie schwere Atemwegs- und Hauterkrankungen bei den Anwohnern. Inzwischen sind laut Misereor mehr als 2.000 Menschen aus den umliegenden Fischergemeinden betroffen. Bei vielen Kindern und Erwachsenen sei Arsen im Blut festgestellt worden.
BAFA muss Vorwürfe prüfen
Misereor wirft Aurubis vor, als Kupferimporteur eine „große Mitverantwortung am Leid vieler Menschen“ und an einer „systematischen Umweltverschmutzung“ mitzutragen. Das BAFA müsse nun die Vorfälle „unvoreingenommen und gründlich“ prüfen sowie Maßnahmen zur Beendigung der Verstöße anordnen. Auch die Verhängung von Bußgeldern dürfe nicht ausgeschlossen werden.


