Videospielkonzern entfernt unerwünschtes Mohammed-Zitat

Videospielkonzern entfernt unerwünschtes Mohammed-Zitat
Wegen eines stilisierten Mohammed-Zitates in einem verdreckten Badezimmer hat Activision, der größte Videospielkonzern der Welt, eine Mehrspieler-Karte für kurze Zeit aus dem Spiel "Call of Duty: Modern Warfare 2" entfernt.

Der Egoshooter "Call of Duty: Modern Warfare 2" ist eines der beliebtesten Online-Spiele weltweit, und zwar bei Spielern aller Religionen. Als am vergangenen Wochenende eine beliebte Mehrspieler-Karte plötzlich nicht mehr zur Verfügung stand, machte die Nachricht in Gamer-Kreisen schnell die Runde.

Was war passiert? Ein Spieler aus der "islamischen Spieler-Gemeinschaft", wie er selbst sagt, hatte auf zwei Bilderrahmen in dem Level ein geschriebenes Mohammed-Zitat entdeckt – in einem verdreckten Badezimmer. Die beiden Bilder hängen auf der Karte "Favela", eines direkt über der Toilette.

Keine absichtliche Beleidigung

In einem YouTube-Video vom 2. Oktober bittet der User namens "KhaleDQ84EveR" den Spielehersteller darum, die Schrift auf den Bilderrahmen zu entfernen, weil es eine Beleidigung des Islam und Mohammeds darstelle, in Badezimmern islamische religiöse Schriften zu zeigen. Er sei "enttäuscht", sagt der Spielefan, und bittet Hersteller Infinity Ward außerdem um eine Entschuldigung.

Infinity Ward und Activision, die das Spiel vertreiben, reagierten prompt und nahmen die beliebte Karte vorübergehend aus dem Spiel, um die beleidigenden Ornamente zu entfernen. "Wir wussten nichts davon. Es handelt sich nicht um eine absichtliche Beleidigung", teilte ein Activision-Sprecher der Gaming-Webseite Kotaku mit. Activision ist der weltweit größte Videospielkonzern mit einem Umsatz von 4,4 Milliarden Dollar (2010). Die populäre Egoshooter-Reihe "Call of Duty" gehört ebenso dem Konzern wie das Online-Rollenspiel "World of Warcraft".

Das Video von KhaleDQ84EveR:

Meldungen

Top Meldung
Heinrich Bedford-Strohm kritisiert die Zustände in den Flüchtlingslagern
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, kritisiert die Zustände in den Flüchtlingslagern an den Außengrenzen der EU. Er finde es skandalös, dass die menschenunwürdigen Zustände zur Abschreckung missbraucht würden.