Kind stirbt nach Anschlag auf Kirche in Kenias Hauptstadt Nairobi

Kind stirbt nach Anschlag auf Kirche in Kenias Hauptstadt Nairobi
Bei einem Anschlag auf eine Kirche in Kenias Hauptstadt Nairobi ist am Sonntag ein Kind getötet worden. Ein Unbekannter hatte gegen halb elf Uhr eine Granate in die Sonntagsschule einer anglikanischen Schule geworfen, wie die kenianische Tageszeitung "Daily Nation" berichtete.

Nach der Detonation brach Panik aus, bei der Massenflucht wurden mindestens zehn Kinder verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Hinter dem Attentat werden somalische Islamisten der Schabaab-Bewegung vermutet.

Ähnliche Anschläge hatten sich seit dem Einmarsch kenianischer Truppen in Somalia vor einem Jahr immer wieder ereignet. Im Juli waren 15 Menschen bei einem Anschlag auf eine Kirche in Garissa im Norden Kenias getötet worden. Die Schabaab hatte Kenia wiederholt mit Anschlägen gedroht, sollte das Land seien Truppen nicht abziehen. Kenianische Soldaten hatten erst am Freitag die strategisch bedeutende Hafenstadt Kismayo eingenommen.

Ein Schabaab-Sprecher bestätigte inzwischen, die Miliz habe sich aus der Stadt zurückgezogen. Nach wie vor kontrolliert die Schabaab aber weite Teile Somalias. Afrikanische Friedenstruppen melden seit Monaten Erfolge im Kampf gegen die Islamisten.
 

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