Weltkirchenrat wählt Südafrikaner Pillay

Portrait vom südafrikanischen Theologe Jerry Pillay

© epd-bild/Jens Schulze

Der Zentralausschuss des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) wählte den Presbyterianer Jerry Pillay in Genf zum neuen Generalsekretär.

Neuer Generalsekretär
Weltkirchenrat wählt Südafrikaner Pillay
Der südafrikanische Theologe Jerry Pillay wird Anfang Januar 2023 den Posten des Generalsekretärs des Weltkirchenrates übernehmen. Der Zentralausschuss des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) wählte den Presbyterianer am Freitag in Genf zum neuen Generalsekretär.

Der 1965 geborene Pillay ist derzeit Dekan der Fakultät für Theologie und Religion an der Universität Pretoria. Er wird den geschäftsführenden ÖRK-Generalsekretär Ioan Sauca von der rumänisch-orthodoxen Kirche ablösen.

Pillay war von 2010 bis 2017 Präsident der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen und wird der achte Generalsekretär in der Geschichte Weltkirchenrates seit der Gründung des ökumenischen Dachverbands im Jahr 1948 sein.

Der Theologe Jerry Pillay, Mitglied der Uniting Presbyterian Church in Southern Africa, kandidierte neben Elizabeth Joy von der Orthodox-Syrischen Kirche von Malankara, die ihren Hauptsitz in Indien hat.

Agnes Abuom, die Vorsitzende des ÖRK-Zentralausschusses, übermittelte Glück- und Segenswünsche an Pillay: "Möge die weltweite Gemeinschaft des ÖRK Sie herzlich willkommen heißen, für Sie beten und Ihnen auf jede Weise zeigen, dass wir für Sie da sind, wenn Sie eine wichtige Führungsrolle auf unserem Weg zur christlichen Einheit übernehmen."

Der Generalsekretär ist der oberste Exekutivbeamte und leitet die Arbeit des ÖRK. Der ÖRK-Zentralausschuss tagt noch bis zum 18. Juni im Ökumenischen Zentrum in Genf. Die Mitgliedskirchen umfassen 580 Millionen Christen. Die römisch-katholische Kirche ist kein Mitglied im ÖRK.

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