"Kirchentag will keine Meinungsblase sein"

Thomas de Maizière

© Kay Nietfeld/dpa

Kirchentagspräsident Thomas de Maizière sieht eine Chance zu kirchlichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen auf dem Evangelischen Kirchentag in Nürnberg im kommenden Jahr.

Thomas de Maizière
"Kirchentag will keine Meinungsblase sein"
Beim Deutschen Evangelischen Kirchentag im Juni 2023 in Nürnberg soll es kontrovers zugehen. "Der Kirchentag will keine Meinungsblase sein, sondern eine Plattform zur kirchlichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Das erfordert Mut", sagte der Präsident des Protestantentreffens, de Maizière.

Eine der Hauptaufgaben des nächsten Kirchentags 2023 in Nürnberg werde sein, verschiedene Erfahrungen, Meinungen und Lösungsansätze sichtbar zu machen und miteinander ins Gespräch zu bringen, kündigte de Maizière am Donnerstag an. 

Inhaltliche Schwerpunkte der rund 2.000 Veranstaltungen des Kirchentages sollen die Klimakrise, die Gefährdung des gesellschaftlichen Miteinanders und die Zukunft der christlichen Kirchen sein.

Der 38. Deutsche Evangelische Kirchentag unter der Losung "Jetzt ist die Zeit" (Mk 1,15) findet vom 7. bis 11. Juni 2023 in Nürnberg statt. Der Kirchentag ist alle zwei Jahre in einer anderen Stadt zu Gast.

Am Sonntag wird in mehr als 70 Gottesdiensten bundesweit der Kirchentags-Sonntag gefeiert. Er soll den Blick auf das Treffen im nächsten Jahr lenken und zur Teilnahme einladen.

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