Ökumene-Kreis fordert Aufhebung der Bannbulle gegen Luther

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Reformator Martin Luther (1483-1546) verbrannte am 10. Dezember 1520 die päpstliche Bannbulle vor dem Elstertor in Wittenberg.

Ökumene-Kreis fordert Aufhebung der Bannbulle gegen Luther
Evangelische und katholische Theologinnen und Theologen rufen mit Blick auf den 500. Jahrestag am 3. Januar dazu auf, die Bannbulle von Papst Leo X. gegen Martin Luther außer Kraft zu setzen.

Den guten Worten im Jubiläumsjahr der Reformation 2017 müssten nun im Jahr 2021 verbindliche Taten folgen, erklärte der Altenberger Ökumenische Gesprächskreis am Dienstag in Altenberg bei Köln. Das würde einen wesentlichen Schritt zur offiziellen Versöhnung zwischen evangelischer und katholischer Kirche bedeuten, hieß es. Das Jahr 2021 sei nach 500 Jahren der richtige Zeitpunkt.

Papst Leo X. (1475-1521) hatte Martin Luther (1483-1546) mit einer Bannandrohungsbulle vom 15. Juni 1520 zunächst zum Widerruf seiner Lehren aufgefordert, weil diese ketzerisch seien. Der Reformator sollte seine Lehren spätestens 60 Tage nach Veröffentlichung der Urkunde widerrufen. Luther ließ die Frist verstreichen und verbrannte in einem symbolischen Akt am 10. Dezember 1520 in Wittenberg einen Abdruck der Bulle. Damit vollzog er demonstrativ den Bruch mit der römischen Kirche. Mit der Bannbulle vom 3. Januar 1521 exkommunizierte der Papst daraufhin Luther und seine Anhänger.

Dem 1999 in Altenberg bei Köln gegründeten Altenberger Ökumenischen Gesprächskreis gehören nach eigenen Angaben rund 30 Theologinnen und Theologen an. Dazu zählen etliche emeritierte sowie aktive Hochschullehrer, darunter die Tübinger Professorin Johanna Rahner und die Direktorin des Ökumenischen Instituts an der Universität Münster, Dorothea Sattler. Der Kreis setzt sich mit aktuellen ökumenischen Themen auseinander und veröffentlicht Stellungnahmen.

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