Bedford-Strohm: Blutvergießen im Berg-Karabach-Konflikt beenden

Konflikt in Berg-Karabach

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Ein Blutfleck ist auf einem Bett in einem Hotelzimmer zu sehen, das nach einem Raketenangriff seitens der aserbaidschanischen Artillerie verwüstet ist.

Bedford-Strohm: Blutvergießen im Berg-Karabach-Konflikt beenden
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat mehr internationale Anstrengungen für ein Ende des Konflikts in der Berg-Karabach-Region gefordert.

"Ausdrücklich verurteile ich alle Versuche, den Konflikt weiter zu schüren und einen Krieg zwischen den Religionen in der Region zu entfachen", heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Schreiben an das Oberhaupt der Armenischen Apostolischen Kirche, Katholikos Karekin II. Bedford-Strohm: "Ihr Aufruf zum Gebet um Frieden ist für mich deshalb das einzig richtige Signal in dieser Situation."

"Auch in Deutschland werden wir jetzt als Vertreter der Kirchen in ökumenischer Verbundenheit zum Gebet für den Frieden und für den unumgänglichen Weg der Verständigung aller in der Region zusammenkommen, um weiteres Blutvergießen, Vertreibung und neues Leid in der Region zu verhindern", fügte Bedford-Strohm hinzu.

Seit Ende September befinden sich Aserbaidschan und die von Armenien unterstützte Republik Bergkarabach in einer kriegerischen Auseinandersetzung. Die Kaukasusregion gehört völkerrechtlich zum muslimisch geprägten Aserbaidschan, wird aber seit 1994 von Armenien kontrolliert. Die Bevölkerung ist überwiegend christlich geprägt. Aserbaidschan möchte das Gebiet nun zurückerlangen. Tausende Armenier sind auf der Flucht.

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