Diakonie-Präsident wünscht sich Corona-Aufklärungskampagne

Diakonie-Präsident wünscht sich Corona-Aufklärungskampagne
Der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, dringt in der Corona-Pandemie auf eine großangelegte Aufklärungs- und Informationskampagne.

Er plädierte für eine Kampagne "auf originelle Art und Weise", etwa an Autobahnen, sowie individuell auf verschiedene Gruppen wie beispielsweise Schüler abgestimmt. Die Menschen würden bei den Vorsorgemaßnahmen müder und nachlässiger, die Pandemie sei aber noch nicht vorbei, sagte Lilie am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) im sächsischen Zwönitz.

Der Diakonie-Präsident besuchte auf seiner Sommerreise in Zwönitz im Erzgebirge das diakonische Pflegeheim Bethlehemstift, das im Frühjahr von der Pandemie schwer betroffen war. 15 Menschen starben.

In den Pflegeeinrichtungen bleibe es eine Daueraufgabe, in der Corona-Krise einen angemessenen Umgang mit Patienten und Angehörigen zu finden, sagte Lilie. Dazu gehöre das Recht auf "Teilhabe unter Extrembedingungen". Er plädierte dafür, auch in der Pandemie Besucherzonen zu garantieren.

"Wir müssen jetzt miteinander bereit sein, aus den Erfahrungen zu lernen", sagte Lilie. Dazu gehöre auch eine bundesweite Abstimmung unter den Gesundheitsämtern zu einem einheitlichen Vorgehen bei Prävention und Begleitung in der Corona-Krise. Bisher sei das sehr widersprüchlich geschehen.

Auf seiner diesjährigen Sommerreise besucht Lilie diakonische Einrichtungen, die in besonderem Maße von Covid-19 betroffen waren und sind. Nach Stationen in Freiburg im Breisgau und Mariaberg (beide Baden-Württemberg) sowie Harburg, Hof (beide Bayern) und Zwönitz (Sachsen) beendet Lilie am Freitag seine Reise mit Gesprächen im niedersächsischen Wolfsburg.

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