Käßmann zieht Kraft aus Pfingstbotschaft

Käßmann zieht Kraft aus Pfingstbotschaft

Für Margot Käßmann hat das Pfingstfest eine kraftvolle Botschaft. "Aus der Zeit der Mutlosigkeit, der Kraftlosigkeit erleben die Frauen und Männer um Jesus plötzlich, wie sich ein gemeinsamer Geist ausbreitet, eine Geistkraft entsteht, die die Mutlosigkeit und Verzagtheit wegbläst", sagte die einstige hannoversche Landesbischöfin und ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Samstag): "Das ist Pfingsten, das Erlebnis, es geht auch anders. Wir bewältigen das - um nicht zu sagen: Wir schaffen das."

Mit Blick auf die Corona-Pandemie, Sicherheitsregeln, Abstands- und Hygienevorschriften stehe für sie im zweiten Timotheusbrief der zentrale Satz für "diese ganze merkwürdige Zeit", sagte die 61-jährige Theologin. Gott habe den Menschen nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern den Geist der Liebe, der Kraft und der Besonnenheit. "Und wenn wir über Pfingsten reden, dann ist das doch eine tolle Aussage: nicht Furcht, sondern ein ganz anderer Geist. Liebe, Kraft, Besonnenheit. Das heißt, ich gerate nicht in Panik, aber auch nicht in Sorglosigkeit."

In Erinnerung an die in der Bibel geschilderte Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Menschen wird Pfingsten auch als "Geburtstag der Kirche" verstanden. Die Feier ist auch ein Symbol für Kreativität und Neuanfang.

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