Erster bestätigter Corona-Fall in dem Konfliktland Jemen

Erster bestätigter Corona-Fall in dem Konfliktland Jemen

Im Jemen ist laut "Ärzte ohne Grenzen" der erste bestätigte Fall der neuen Corona-Erkrankung aufgetreten. In dem Bürgerkriegsland drohe sich die Corona-Pandemie nun schnell auszubreiten, warnte die medizinische Hilfsorganisation am Freitag in Genf. Die Folgen könnten verheerend sein. Die Information über den ersten bestätigten Covid-19-Fall stamme von Jemens Regierung, nähere Details seien nicht bekannt.

Nach rund fünf Jahren Konflikt sei Jemens Gesundheitssystem praktisch zusammengebrochen, die wenigen intakten Krankenhäuser hätten nicht die nötigen Intensivstationen für schwere Corona-Fälle, erklärte "Ärzte ohne Grenzen". Zudem sei die Bevölkerung nach langen Entbehrungen geschwächt und habe kaum Widerstandskraft.

Nach Angaben der Organisation International Rescue Committee sind 18 Millionen Menschen im Jemen von sauberem Wasser und ausreichender Hygiene und sanitären Einrichtungen abgeschnitten. In dem Land leben 28 Millionen Menschen. Die UN bezeichnen den Konflikt als die größte humanitäre Krise weltweit.

Saudi-Arabien hatte Mitte der Woche eine Waffenruhe im Jemen angekündigt. Ein von Saudi-Arabien angeführtes Militärbündnis kämpft an der Seite der jemenitischen Regierung gegen Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. Laut UN soll die Waffenruhe zwei Wochen dauern.

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