Gabenzäune für Obdachlose in ganz Deutschland

Spendenzaun in Berlin-Kreuzberg  für Obdachlose wegen Corona.

© epd-bild/Christian Ditschh

In ganz Deutschland entstehen derzeit sogenannte Spenden- oder Gabenzäune für Obdachlose, da viele soziale Einrichtungen wie Tafeln, Nachtcafes und Suppenküchen wegen der Corona-Pandemie geschlossen haben.

Gabenzäune für Obdachlose in ganz Deutschland
In vielen Städten entstehen derzeit sogenannte Spenden- oder Gabenzäune für Obdachlose. Die Menschen sind aufgerufen, in Plastiktüten verpackte Lebensmittel, Hygieneartikel oder Kleiderspenden an die Zäune zu hängen, damit sich auf der Straße lebende oder arme Menschen dort versorgen können.

Wegen der Corona-Pandemie haben viele soziale Einrichtungen wie Tafeln, Nachtcafés und Suppenküchen aus Infektionsschutzgründen mittlerweile geschlossen. In den sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Twitter ist unter den Hashtags #Spendenzaun oder #Gabenzaun nachzulesen, wo es solche Zäune in der Nachbarschaft gibt oder wo welche eingerichtet werden sollen. Es gehe darum, in Krisenzeiten auch an die Schwächsten der Gesellschaft zu denken, heißt es.

Auf Schildern wird mehrsprachig darum gebeten, dass sich nur diejenigen bedienen, die es nötig haben.

Die Idee stammt aus Hamburg, wo schon 2017 in der Nähe des Hauptbahnhofes der erste Gabenzaun als niedrigschwelliges soziales Angebot für Obdachlose eingerichtet wurde. Heute ist der Zaun am Heidi-Kabel-Platz zu finden und wird von dem Verein Hamburger Gabenzaun e.V. betreut.

Entstanden sind weitere Gaben- oder Spendenzäune in den vergangenen Tagen bundesweit, darunter in Bochum, Leipzig, Dresden und Frankfurt. In Berlin zählte der "Tagesspiegel" am Dienstag bereits mehr als 21 Zäune, darunter an der Zions- und Elisabethkirche in Berlin-Mitte, am Boxhagener Platz in Friedrichshain und im Wedding. Auf Schildern wird darum gebeten, dass sich nur diejenigen bedienen, die es nötig haben.

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