Erzbistum München lässt weiteres Missbrauchsgutachten erstellen

Erzbistum München lässt weiteres Missbrauchsgutachten erstellen

Das Erzbistum München und Freising weitet die Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs und körperlicher Gewalt mit einem weiteren Gutachten aus. Das Erzbistum hatte im Dezember 2010 als erste deutsche Diözese einen unabhängigen Missbrauchsbericht vorgestellt. Nun gebe das Erzbistum auf diesem aufbauend ein weiteres Gutachten bei der Rechtsanwaltskanzlei Westpfahl, Spilker, Wastl in Auftrag, hieß es am Donnerstag.

Der Bericht, der ebenfalls veröffentlicht werden soll, soll den Angaben zufolge benennen, ob die Verantwortlichen die rechtlichen Vorgaben und die Leitlinien der katholischen Deutschen Bischofskonferenz erfüllt und angemessen im Umgang mit Verdachtsfällen und möglichen Tätern gehandelt haben. Der Auftrag umfasse den Zeitraum von 1945 bis 2019.

Grundlage des neuen Berichts seien neben dem Missbrauchsbericht von 2010 alle neuen Hinweise auf sexuellen Missbrauch durch Kleriker und weitere hauptamtlichen Mitarbeitende der katholischen Kirche, die seit 2010 bis Ende 2019 in den Verantwortungsbereich des Erzbistums fallen. Außerdem soll der Bericht auch die Präventionsarbeit im Erzbistum untersuchen.

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