Filmproduzentin Alice Brauner beklagt Antisemitismus

Filmproduzentin Alice Brauner beklagt Antisemitismus

Die Berliner Filmproduzentin Alice Brauner hat schärfere Gesetze gegen antisemitische Straftaten gefordert. Zudem müssten die bereits vorhandenen Gesetze "endlich konsequent angewendet werden", sagte Brauner der "Berliner Morgenpost" (Sonntag).

Als jüdischer Mensch empfinde sie Antisemitismus in Deutschland als großes Problem. Es könne nicht sein, dass ein Rabbiner auf der Straße angegriffen "und eine Woche später das Verfahren eingestellt wird", sagte Brauner mit Blick auf den Fall des Berliner Rabbiner Yehuda Teichtal, der im Juli bespuckt und beschimpft wurde. Auch ihr Name stehe auf der antisemitischen "JudasWatch"-Liste im Internet, "die bislang nicht gelöscht wurde", sagte die 53-Jährige.

Brauner betonte, sie habe nie gedacht, dass sie sich einmal in Deutschland unwohl fühlen würde: "Am schlimmsten ist es seit dem Anschlag in Halle. Ich habe mir schon überlegt, auszuwandern. Die Frage ist nur, wohin? Meine Muttersprache ist deutsch. Aber ich fühle mich hier nicht mehr wirklich zuhause."

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