Kirche in Niedersachsen wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt

Kirche in Niedersachsen wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt

Die Stadt Brake hat die evangelische Christuskirche in der niedersächsischen Stadt wegen akuter Einsturzgefahr mit sofortiger Wirkung gesperrt. Wegen schwerer Schäden an den Balken bestehe die Gefahr eines Zusammenbruchs, sagte der Architekt Christoph Schmidt-Rhaesa von der Bauabteilung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg am Montag in Brake. Ob die noch nicht einmal 60 Jahre alte Kirche mit rund 300 Plätzen gerettet werden kann, könne derzeit noch nicht gesagt werden.

Die Kirche aus dem Jahre 1965 in Form eines spitzen Zeltes werde von hölzernen Leimbindern getragen, die bis in das Erdreich hinabreichen, erläuterte Schmidt-Rhaesa. Diese Balken seien von innen her durch Feuchtigkeit auf rund drei Metern verrottet und durch einen Pilz aufgeweicht.

Die etwa 17 Meter hohe Kirche sei bei einer Begehung wegen kleinerer Schäden im Herbst gründlich untersucht worden, sagte Pastor Christian Egts. Am Montagmorgen habe ein Holzsachverständiger nochmals die Balken untersucht und den Kirchenvorstand informiert, der wiederum unverzüglich die Stadt in Kenntnis gesetzt habe. Bürgermeister Christian Kurz (SPD) habe dann die sofortige Sperrung veranlasst. Nach derzeitigem Stand könnten weder die Kirche noch das Gemeindehaus oder die benachbarte Kindertagesstätte "Arche Noah" weiter genutzt werden. Die 130 Kinder sollen so schnell wie möglich in einem leerstehenden alten Gymnasium untergebracht werden.

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