Globaler Aids-Fonds erhält Zusagen über 14 Milliarden Dollar

Globaler Aids-Fonds erhält Zusagen über 14 Milliarden Dollar

Der Globale Fonds gegen Aids, Tuberkulose und Malaria hat Zusagen in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar (12,7 Milliarden Euro) für Gesundheitsprojekte in den Jahren 2020 bis 2022 erhalten. Das sei die größte jemals zugesagte Summe für eine internationale Gesundheitsorganisation, teilte der Fonds am Donnerstag zum Abschluss einer Geberkonferenz in Lyon auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Der Betrag liegt damit in der erhofften Höhe.

Deutschland erhöhte laut Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) seinen Beitrag für die kommenden drei Jahre auf insgesamt eine Milliarde Euro. Zuvor hatte Deutschland 810 Millionen Euro für die vorherige Periode eingezahlt und war damit der viertgrößte Geber. Der Fonds leiste großartige Arbeit, betonte Müller. In den Ländern, in denen er sich engagiere, habe sich die Zahl der jährlichen Todesfälle durch Aids, Malaria und Tuberkulose um ein Drittel reduziert.

Der Fonds hatte zu Beginn der Konferenz erklärt, mit 14 Milliarden Dollar könnten in den kommenden drei Jahren 16 Millionen Menschen vor dem Tod bewahrt werden. Bei dem Treffen warb der französische Präsident Emmanuel Macron für großzügige Beiträge.

Der Globale Fonds mit Sitz in Genf betreibt selbst keine Projekte, sondern beschafft und vergibt jährlich etwa vier Milliarden Dollar für Aids-Medikamente, Moskitonetze oder Tuberkulose-Behandlungen in armen Ländern. Der Fonds wurde 2002 auf Initiative der wichtigsten Industrieländer (G8) gegründet und mobilisierte seither rund 40 Milliarden Dollar, die zum allergrößten Teil von Staaten stammten.

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