Halle: SPD-Politiker fordert Antisemitismus-Konferenz

Halle: SPD-Politiker fordert Antisemitismus-Konferenz

Nach den Schüssen in der Nähe einer Synagoge in Halle hat der SPD-Politiker Lars Castellucci eine Antisemitismus-Konferenz gefordert. Seitens der Bundesregierung müsse dazu eingeladen werden, um über Strategien gegen Antisemitismus und generelle feindliche Einstellungen gegen einzelne Gruppen zu beraten, erklärte der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der SPD-Bundestagsfraktion am Mittwoch in Berlin.

"In unserem Land muss es ohne Wenn und Aber möglich sein, jeden Glauben offen auszuleben", sagte er. Schon die bereits heute nötigen Sicherheitsvorkehrungen an Synagogen seien beschämend.

Castellucci stellte sich zudem hinter die Forderung von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) für eine Verschärfung des Waffenrechts. "Bevor ein Waffenschein ausgestellt wird, soll zukünftig immer eine Abfrage beim Verfassungsschutz gestellt werden. Wer Mitglied einer extremen Vereinigung oder Partei ist, darf keine Waffen bekommen", sagte er. Lambrecht hatte sich für diese Änderung ausgesprochen und erst am Dienstag bei einer Konferenz zu Rechtsextremismus ihre Pläne unterstrichen.

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