Dorothea Gauland neue Ökumene-Pfarrerin in Mainz

Dorothea Gauland neue Ökumene-Pfarrerin in Mainz

Die Pfarrerin Dorothea Gauland, Tochter des AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland, ist im Auftrag der evangelischen Kirche künftig in Mainz für Ökumene und interreligiösen Dialog zuständig. Die 38-Jährige sagte am Dienstag, sie wolle in ihrer neuen Position den Austausch der Religionen fördern und an gemeinsamen Aktionen in der Stadt mitwirken. Die Anhänger von Christentum, Judentum und Islam sollten in der Gesellschaft gleichberechtigt sein, forderte Gauland: "Wenn Angehörige einer Religion sofort unter Verdacht geraten, auch, wenn nichts gegen sie vorliegt, dann ist das gesellschaftlich sehr kontraproduktiv."

Die Pfarrerin hatte sich bereits vor einigen Jahren von den politischen Ansichten ihres Vaters distanziert. Über ihr privates Verhältnis wolle sie sich nicht mehr in der Öffentlichkeit äußern, denn es sei "alles gesagt". Vor dem Wechsel nach Mainz war Gauland Pfarrerin in Langen, einer Gemeinde bei Frankfurt am Main, der sie auch weiterhin mit einem kleinen Stellenanteil für Vertretungsdienste verbunden bleibt.

Meldungen

Top Meldung
Bätzing und Jung
Die Gastgeberkirchen haben vor dem 3. Ökumenischen Kirchentag die gemeinsamen Mahlfeiern als protestantisch-katholische Annäherung gewürdigt. Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung sagte, die geplanten Mahlfeiern seien „ein wirklicher ökumenischer Fortschritt".