Katholische Laien nach Wahlausgang zuversichtlich für Europa

Teppichboden in den Farben der EU-Flagge

© Michael Kappeler/dpa

Teppichboden in den Farben der EU-Flagge ist am Tag nach der Europawahl in Deutschland im Konrad-Adenauer-Haus.

Katholische Laien nach Wahlausgang zuversichtlich für Europa
Die katholischen Laien blicken nach der Europawahl mit Optimismus auf den Kontinent.

Angesichts der gestiegenen Wahlbeteiligung und mit Blick darauf, dass die Rechtspopulisten in Deutschland ihr hohes Ergebnis der Bundestagswahl nicht wiederholen konnten, sei er zuversichtlich für Europa, sagte Stefan Vesper, Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), am Montag im Kölner Bistumssender Domradio.

Allerdings müsse der im Gegensatz zu Deutschland europaweit deutlich stärker vertretene Rechtspopulismus unter Beobachtung bleiben, mahnte der Katholikenvertreter. Hier müssten auch die deutschen Katholiken mit ihren europäischen Freunden und anderen Laienbewegungen im Gespräch bleiben. "Wir als Katholiken müssen uns immer proeuropäisch äußern, Europa lohnt jede Anstrengung." Europa müsse ein demokratisches und ein offenes Europa der Menschenwürde sein. Dies werde durch rechtspopulistische Kräfte geschwächt.

Deutschland komme eine besondere Verantwortung für Europa zu, sagte Vesper. Bei diesen Europawahlen habe das Land seine Verantwortung wahrgenommen. Unabhängig von der Stimmverteilung auf einzelne Parteien ließen sich die Stimmen auch dahingehend zählen, dass etwa vier Fünftel der Wähler in Deutschland ihre Stimme für ein konstruktives Mitwirken am weiteren Aufbau von Europa gegeben hätten. Dies sei ein sehr großer Wert und ein sehr großer Erfolg. Die Menschen seien sich bewusst, dass Europa eine riesige Chance und Aufgabe sei.

Begrüßenswert sei auch, dass die Menschen den Klima- und Umweltschutz deutlich ernster nähmen, sagte der ZdK-Generalsekretär mit Blick auf den Wahlerfolg der Grünen. Er appellierte allerdings an alle Parteien, sich dieser Verantwortung anzunehmen und bei der Umsetzung von Umweltschutzzielen die Menschen mitzunehmen. Er sehe mit Sorge, dass das Interesse an sozialer Sicherung und an Friedenssicherung abnehme, mahnte Vesper. "Die Klima- und Umweltpolitik muss sozial auch begründet und sozial gestaltet werden, so dass sie insgesamt dem Frieden dient."

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