Rheinische Kirche würdigt Bedeutung der Posaunenchöre

Posaunenchor

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Nahaufnahme von den Posaunen eines Chors.

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Rheinische Kirche würdigt Bedeutung der Posaunenchöre
Der Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Christoph Pistorius, hat die Bedeutung der Posaunenchöre für die Kirchenmusik gewürdigt. Mit ihrer Musik ließen die Bläser die Menschen erfahren, "was es heißt, aus tiefem Herzen zu jubeln und Gott jauchzend unsere Dankbarkeit zu zeigen", sagte Pistorius am Sonntag im Festgottesdienst zum 70-jährigen Bestehen des Posaunenwerks Rheinland in der Konstantinbasilika zu Trier. Fröhliche und festliche Gottesdienste im Rahmen eines Kirchentages oder an Weihnachen seien "vielfach fest mit Posaunenklängen verbunden".

Angesichts des Todes flüchtender Menschen im Mittelmeer und von Hunger, Krieg und Tod in einigen Ländern stelle sich die Frage, ob es überhaupt noch angemessen sei, zu jubeln, zu jauchzen und sein Leben mit Freuden zu füllen, gab Pistorius zu bedenken. Dies sei aber möglich, weil das Kreuz Christi und die Osterbotschaft der Auferstehung die Menschen gerade auch in der Not und im Leid miteinander verbänden.

Das Kreuz "lässt uns solidarisch sein mit allen Menschen, die unter Hass und Missgunst, Ungerechtigkeit und Unrecht leiden", sagte der Vizepräses laut Redetext. Zugleich schmälere diese Einsicht aber nicht die Verpflichtung jedes Einzelnen, "die Not der Menschheit in den Blick zu nehmen, solidarisch zu sein und zu helfen, wo immer es geht".

Das Posaunenwerk Rheinland entstand im Jahr 1949 durch den Zusammenschluss der Posaunenchöre auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland. Aktuell gehören dem mittlerweile rechtlich selbstständigen Verein knapp 200 Posaunenchöre mit rund 2.000 Mitgliedern an. Die meisten Chöre sind in evangelischen Kirchengemeinden aktiv. Zu seinem 70-jährigen Bestehen veranstaltete das Posaunenwerk vom 24. bis 26. Mai den Landesposaunentag in Trier, an dem sich rund 400 Menschen beteiligten. Er stand unter dem Motto "HimmelHochJauchzen".

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