Großes Sicherheitsaufgebot und Lkw-Sperren beim Kirchentag

Blick auf die Dortmunder Innenstadt mit den Kirchtürmen der evangelischen Kirchen St. Reinoldi (Mitte hinten), St. Petri (vorne) und der katholischen Propsteikirche (hinten rechts).

© Friedrich Stark

Blick auf die Dortmunder Innenstadt mit den Kirchtürmen der evangelischen Kirchen St. Reinoldi (Mitte hinten), St. Petri (vorne) und der katholischen Propsteikirche (hinten rechts).

Großes Sicherheitsaufgebot und Lkw-Sperren beim Kirchentag
Straßensperrungen, Lkw-Verbote, mehr Busse und Bahnen: Der Kirchentag in Dortmund bereitet sich auf rund 100.000 Gäste vor. Tausende Einsatzkräfte werden vor Ort sein. Besucher sollen am besten zu Fuß oder per Rad unterwegs sein.
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Für die Sicherheit der Besucher beim 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 19. bis 23. Juni in Dortmund sorgen über tausend Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsbehörden. Allein am Eröffnungs- und am Abschlusstag seien jeweils rund 700 Feuerwehrleute und Rettungskräfte vor Ort, teilten Veranstalter und Behörden am Dienstag mit. Zum Sicherheitskonzept gehören auch Straßensperrungen und Lkw-Fahrverbote.

Um den Sanitätsdienst und den Fahrdienst für Menschen mit Behinderungen kümmern sich den Angaben zufolge 1.000 Einsatzkräfte der Johanniter-Unfallhilfe. Darüber hinaus sind 4.000 ehrenamtliche Helfer unterwegs, um beispielsweise die Besucherströme zu lenken. Täglich sollen zudem rund 230 Ordnungskräfte der Stadt Dortmund im Einsatz sein.

Keine erhöhte Gefährdungslage

Die Polizei ist nach den Worten von Kriminaldirektor Paul Albers mit einem größeren Aufgebot vor Ort, genaue Zahlen wollte er nicht nennen. Konzeption und Personalstärke seien darauf ausgerichtet, "ein sehr hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten". Eine erhöhte Gefährdungslage liege nach jetzigen Erkenntnissen der Polizei nicht vor, sagte Albers. Dafür gebe es keine Anzeichen.

Zu den Sicherheitsmaßnahmen soll allerdings gehören, Veranstaltungsorte mit Betonklötzen und Fahrzeugen abzusperren. Bei anderen Großveranstaltungen wie dem Dortmunder Weihnachtsmarkt mit Tausenden Besuchern sei diese Maßnahmen ebenfalls ergriffen worden. In der City innerhalb des Dortmunder Wallrings gilt an allen Veranstaltungstagen von 11 Uhr bis in die Nacht ein Lkw-Fahrverbot.

Keine Taschenkontrollen

Bei den Großveranstaltungen wie den Eröffnungs- und Abschlussgottesdiensten sind laut Kirchentagsvorstand Carsten Kranz im Gegensatz zum Kirchentag in Berlin vor zwei Jahren keine Taschenkontrollen vorgesehen. Hingegen werde es die üblichen Ticketkontrollen bei den Veranstaltungen geben, die nicht unter freiem Himmel stattfinden.

An allen Tagen werden rund 100.000 Kirchentagsgäste erwartet, am Eröffnungstag mit drei großen Gottesdiensten und dem Straßenfest "Abend der Begegnung" etwa doppelt so viele. Die Organisatoren des Kirchentags rechnen damit, dass die Hälfte der Besucher per Zug an- und abreist. Es werden den Angaben zufolge auch mehr Busse und Bahnen fahren, um eine flüssige und störungsfreie Anreise zu ermöglichen. Der Kirchentag rät Besuchern zudem, zu Fuß zu gehen und Fahrrad zu fahren - Räder von metropolradruhr könnten zu vergünstigten Konditionen ausgeliehen werden.

Im Bereich der Dortmunder City werde es bereits ab dem 15. Juni für den Aufbau des Kirchentages zu Verkehrsbehinderungen kommen, erklärte Vorstand Kranz. Alle Eröffnungsgottesdienste finden im Innenstadtbereich statt, einer von ihnen am Ostwall und damit am stark befahrenen innerstädtischen Ring.

Der Kirchentag steht unter der Losung "Was für ein Vertrauen". Auf fast 2.400 Veranstaltungen sollen neben Glaubensfragen auch gesellschaftliche Themen wie Migration, Umwelt und Frieden in den Blick gerückt werden. Nach aktuellen Stand sind laut Kranz mehr Tages- und weniger Dauerkarten verkauft worden. Genaue Zahlen gebe der Kirchentag am Tag der Eröffnung bekannt.

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