Kirchen sollen Konfirmation stärker zur Mitgliedergewinnung nutzen

Kirchen sollen Konfirmation stärker zur Mitgliedergewinnung nutzen
Der Finanzwirt Fabian Peters von der Universität Freiburg hat den evangelischen Kirchen geraten, die Konfirmation stärker zur Gewinnung neuer Mitglieder zu nutzen. Acht Prozent aller Taufen ereigneten sich im Jugendalter rund um die Konfirmation herum, sagte er am Freitag bei der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Frankfurt am Main.

 

"Diese Gelegenheit zum Eintritt sollten die Kirchen unbedingt nutzen", sagte er, "denn sie kommt im Leben nicht wieder." Peters ist einer der Autoren der aktuellen Studie zur Kirchenmitgliedschaft des Forschungszentrums Generationenverträge der Freiburger Universität. Der Wirtschaftswissenschaftler Bernd Raffelhüschen hatte die Untersuchung federführend für die evangelischen und katholischen Kirchen Deutschlands erstellt. Sie sagt bis zum Jahr 2060 einen Rückgang der Mitgliederzahlen um rund die Hälfte voraus. Anders als vorangegangene Studien macht sie dafür nicht primär den demografischen Wandel verantwortlich, sondern betont Faktoren, die die Kirchen beeinflussen könnten, beispielsweise die Tauf- oder Austrittszahlen. 

Die Synodale Birgit Pfeiffer aus Mainz regte an, die EKHN solle in Zukunft den Unterschied zwischen evangelischer und katholischer Kirche stärker betonen, damit die Menschen die Protestanten in Zukunft nicht mehr so stark für Missbrauch und Luxusbadewannen in der katholischen Kirche in Mithaftung nähmen. Die Studie zeigt in der Tat, dass dieser Unterschied in der öffentlichen Wahrnehmung immer schwächer wird.

 

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