Ostermarschierer fordern in Gronau Abschaltung der Atomfabrik

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Ostermarschierer fordern in Gronau Abschaltung der Atomfabrik
Am Karfreitag haben im münsterländischen Gronau und in weiteren Städten wieder Ostermarschaktionen stattgefunden.

Zum Auftakt der diesjährigen Ostermärsche in Nordrhein-Westfalen versammelten sich nach Angaben der Veranstalter in Gronau etwa 300 Menschen zu einer Kundgebung. Sie zogen durch die Stadt und anschließend zu einer Abschlusskundgebung vor der Urananreicherungsanlage in Gronau. Redner forderten die Stilllegung der Atomfabrik und verwiesen zur Begründung auf die Gefahren von Atomkraft und Nukleartransporten.

Von Gronau aus werde weiterhin Uran für Brennelemente in belgischen Pannen-Reaktoren geliefert, hieß es. Die Ostermarschierer verlangten auch, stärker auf zivile Konfliktlösungen zu setzen statt auf Militär und Waffenexporte. Organisiert wurde die Kundgebung vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und von weiteren Gruppen.


In Dortmund sollte am Nachmittag an die Opfer der sogenannten Karfreitags-Erschießung vom April 1945 erinnert werden. Damals waren etwa 280 französische Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime von Nationalsozialisten erschossen worden. Auch in Rostock, Chemnitz, Bieberach und im hessischen Bruchköbel waren nach Angaben der Ostermarsch-Veranstalter Aktionen geplant. An diesem Samstag startet in Köln, Düsseldorf und Duisburg der traditionelle Ostermarsch Rhein-Ruhr. Die bundesweit rund 90 Ostermärsche der Friedensbewegung enden am Ostermontag.

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