Bischöfe in Costa Rica entschuldigen sich für Missbrauchsfälle

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Bischöfe in Costa Rica entschuldigen sich für Missbrauchsfälle
Die katholische Bischofskonferenz von Costa Rica hat um Vergebung für Fälle sexuellen Missbrauchs durch Geistliche gebeten. Die Bischöfe entschuldigten sich zugleich dafür, wie nach den Taten mit den Opfern umgegangen wurde.

"Wir müssen demütig zugeben, dass den Delikten sowie den Opfern und deren Familien nicht genug Aufmerksamkeit eingeräumt wurde", heißt es in einer Erklärung, die Erzbischof José Rafael Quirós Quirós am Freitag in San José vortrug. Der Tageszeitung "La Nacion" zufolge will die Bischofskonferenz die Missbrauchsprävention stärken. Minderjährige, aber auch Erwachsene sollen besser geschützt werden. Geplant sind dem Bericht zufolge unter anderem strengere Auswahlverfahren für Priester und mehr psychologische Betreuungsangebote. Auch sollen Missbrauchsopfer intensiver begleitet werden. 

In Costa Rica sind in den vergangenen Monaten mehrere Missbrauchsfälle durch Kirchenvertreter bekannt geworden. Gegen einen Pfarrer, der zugleich für die katholische Kirche als Sprecher für die Themen Ehe und Familie auftrat, läuft ein Strafverfahren. Er befindet sich auf der Flucht. Erzbischof Quirós wird vorgeworfen, den mittlerweile exkommunizierten Priester geschützt zu haben.  

 

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