Weltgebetstag: Gemeinsames Abendmahl als Appell für mehr Ökumene

Der Weltgebetstag steht im Zeichen der Ökumene.

© epd-bild/Heiner Heine

Der Weltgebetstag am Freitag (01.03.2019) wird von christlichen Frauen aus Slowenien ausgerichtet.

Weltgebetstag: Gemeinsames Abendmahl als Appell für mehr Ökumene
Der Weltgebetstag an diesem Freitag steht im Zeichen der Ökumene. Mit der traditionellen Veranstaltung soll ein Zeichen für ein gemeinsames Abendmahl von Katholiken und Protestanten gesetzt werden.
28.02.2019
evangelisch.de

Die Trennung der Konfessionen beim Abendmahl sei "ein unerträglicher Zustand, denn sie stellt die Glaubwürdigkeit der christlichen Kirchen und Gemeinschaften infrage", erklärte das deutsche Weltgebetstags-Komitee in Stein bei Nürnberg.

Die Gebete, Texte und Lieder stammen in diesem Jahr von Frauen aus Slowenien. Der Tag steht unter dem biblischen Leitwort "Kommt, alles ist bereit? aus dem Lukasevangelium. Der Weltgebetstag gilt als weltweit größte Basis-Bewegung christlicher Frauen. In Deutschland laden dazu elf Mitgliedsorganisationen aus verschiedenen christlichen Konfessionen ein.

Titelbild des WGT 2019.

Der Aktionstag soll Christen unterschiedlicher Konfessionen in Gebet und Handeln für Frieden, Gerechtigkeit und Frauenrechte verbinden. In mehr als 120 Ländern der Erde rufen ökumenische Frauengruppen zum Mitmachen auf. In Deutschland werden Hunderttausende Gläubige zu den Gottesdiensten und Veranstaltungen erwartet. Dabei werden auch mehrere tausend Teilnehmerinnen aus Nordrhein-Westfalen dabei sein. Allein in Westfalen nehmen nach Angaben der Evangelischen Frauenhilfe jährlich insgesamt über 55.000 Kinder, Frauen und Männer an fast 550 Themen-Gottesdiensten in katholischen in evangelische Gemeinden teil. Der in Soest beheimatete Frauenverband in der Evangelischen Kirche von Westfalen beteiligt sich seit den 1950er Jahren an der Aktion.

Slowenien, das beim Weltgebetstag 2019 im Mittelpunkt steht, ist eines der kleinsten Länder der Europäischen Union. Von seinen zwei Millionen Einwohnern sind laut Weltgebetstags-Komitee knapp 60 Prozent katholisch. Obwohl das Land tiefe christliche Wurzeln habe, praktizierten nur gut 20 Prozent der Bevölkerung ihren Glauben.

Der Weltgebetstag wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen Land vorbereitet und am ersten Freitag im März rund um den Globus gefeiert. Im vergangenen Jahr kamen den Angaben zufolge in Deutschland anlässlich des Weltgebetstags aus Surinam Spenden und Kollekten von über 2,5 Millionen Euro zusammen. Damit seien neben der internationalen Bewegung Frauen- und Mädchen-Organisationen in 26 Ländern gefördert worden.

Die Idee des Weltgebetstags stammt aus den USA, wo sich Frauen bereits 1887 dazu zum ersten Mal versammelten. 1927 wurde der erste internationale Weltgebetstag gefeiert. Deutsche beteiligen sich daran seit 1949.