Kirchen erinnern an Martin Luther King

 Beim "Marsch auf Washington" am 28. August 1963 demonstrierten 200 000 schwarze und weiße Amerikaner für eine fortschrittliche Bürgerrechtsgesetzgebung .

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Der "Marsch auf Washington" und die Rede des Baptistenpredigers Martin Luther King "I have a dream" auf den Stufen des Lincoln-Denkmals gelten als ein Schlüsselmoment der jüngeren US-Geschichte.

Kirchen erinnern an Martin Luther King
Am 15. Januar wäre Martin Luther King 90 Jahre alt geworden. Sein Engagement in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung gegen die Rassentrennung machten ihn weltbekannt und kostete ihn gleichzeitig das Leben. Die Kirchen erinnern an einen Visionär und Revolutionär.

Mit einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe erinnern die Evangelische Kirche im Rheinland und das Bistum Essen an Martin Luther King (1929-1968). Den Auftakt macht eine Podiumsdiskussion am 90. Geburtstag des US-amerikanischen Bürgerrechtlers am kommenden Dienstag, wie die rheinische Kirche am Mittwoch in Düsseldorf ankündigte. In der Essener Kreuzeskirche sprechen die WDR-Integrationsbeauftragte Iva Krtalic und der Menschenrechtsaktivist Ali Can über soziale Bewegungen im 21. Jahrhundert.

###galerien|87771|Martin Luther King hat einen Traum###

Der ökumenische Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen am 27. Januar in der Erlöserkirche Essen dreht sich um Martin Luther Kings berühmte Rede "I have a dream". Unter dem Motto "Ein Traum verändert die Welt" steht auch ein musikalischer Themenabend am 31. Januar im Medienforum des Bistums Essen. Außerdem sind ein ökumenischer Jugendgottesdienst am 8. Februar im Lighthouse Essen und ein Tagesseminar in englischer Sprache für internationale Studierende am 9. Februar in der Evangelischen Studierenden Gemeinde Essen geplant.

Höhepunkt des gemeinsamen Gedenkens der rheinischen Kirche und des Bistums Essen ist den Angaben zufolge das Chormusical "Martin Luther King - Ein Traum verändert die Welt" in der Grugahalle Essen am 9. und 10. Februar in Zusammenarbeit mit dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden und der Stiftung Creative Kirche. 2.400 Sängerinnen und Sänger bringen das Leben des 1968 ermordeten Bürgerrechtlers und Baptistenpastors auf die Bühne. Nach der Premiere in Essen ist das Musical im Juni auch beim Kirchentag in Dortmund zu sehen und geht ab dem 2020 auf bundesweite Tournee.