Juden, Christen und Muslime planen gemeinsamen Rosenmontagswagen

Interreligiöser Mottowagen zum Karneval in Düsseldorf am 4.März 2019.

© Roland Weihrauch/dpa

Gemeinsam Karneval feiern wollen Juden, Protestanten, Katholiken und Muslime mit einem interreligiösen Mottowagen zum närrischen Sessionsmotto "Gemeinsam jeck".

Juden, Christen und Muslime planen gemeinsamen Rosenmontagswagen
Beim Rosenmontagszug am 4. März in Düsseldorf wollen die Religionsgemeinschaften der Landeshauptstadt auf einem gemeinsamen Wagen mitfahren.

Juden, Protestanten, Katholiken und Muslime wollten einen interreligiösen Mottowagen zum närrischen Sessionsmotto "Gemeinsam jeck" gestalten, kündigte der Verwaltungsdirektor der Jüdischen Gemeinde, Michael N. Szentei-Heise, der das Projekt initiiert hatte, am Dienstagabend an. In Zeiten von zunehmendem Antisemitismus wolle man damit "auch ein Zeichen setzen, dass wir zusammen Karneval feiern und gemeinsam jeck sein können".



Einen solchen gemeinsamen interreligiösen Wagen habe es im Karneval noch nie gegeben, sagte Szentei-Heise. Um den geplanten interreligiösen Karnevalswagen zu finanzieren, wird demnächst ein Crowdfunding gestartet. Im vergangenen Jahr fuhr im Rosenmontagszug erstmals ein Wagen der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf mit, mit dem sie an den "größten jüdischen Sohn" der Stadt Düsseldorf, den Dichter Heinrich Heine, erinnert hatte.

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