Anti-Atom-Treck mit Hunderten Fahrzeugen in Niedersachsen

Mehrere hundert Menschen und Fahrzeuge haben sich am Samstag zu einem Anti-Atom-Treck durch das südöstliche Niedersachsen versammelt. Der nach Polizeiangaben aus rund 100 Traktoren, Autos und Motorrädern und etwa ebenso vielen Fahrrädern bestehende Konvoi startete am Vormittag am Sitz des Bundesamtes für Strahlenschutz in Salzgitter. Zeitgleich fuhren in Braunschweig der Polizei zufolge etwa 50 Radfahrer los, in Vechelde wollten die Demonstrationen zusammentreffen. Für den Nachmittag war eine Abschlusskundgebung in Peine geplant, wo die neue Bundesgesellschaft für Endlagerung ihren Sitz hat. 

Zu dem Anti-Atom-Treck hatten Bürgerinitiativen, Vereine, Parteien und Gewerkschaften aus ganz Niedersachsen aufgerufen. Auch der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz unterstützt die Aktion. Sie richtet sich vor allem gegen den Bau des Atommüll-Endlagers Schacht Konrad in Salzgitter. Gleichzeitig mahnten die Demonstranten eine zügige Räumung des Atommülllagers Asse im Kreis Wolfenbüttel an.

Das ehemalige Eisenerzbergwerk Konrad wird derzeit zum Bundesendlager für schwach und mittelradioaktiven Atommüll ausgebaut. Im früheren Salzbergwerk Asse wurden zwischen 1967 und 1978 rund 126.000 Fässer mit Atommüll sowie chemische Abfälle eingelagert. Weil die Grube voll Wasser zu laufen droht, sollen die Fässer nach Möglichkeit geborgen werden.