EU-Bericht: Illegale Migration offenbar unterschätzt

EU-Bericht: Illegale Migration offenbar unterschätzt
In Deutschland leben offenbar mehr illegale Migranten als bisher angenommen. "Deutschland nimmt an, dass die tatsächlichen Zahlen zur irregulären Migration höher sind als jene, die durch die vorliegenden Daten dargestellt werden", heißt es in einem internen Bericht der Brüsseler EU-Kommission, aus dem die Tageszeitung "Welt" (Samstag) zitiert.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte der Zeitung, die vorliegenden Daten sowie polizeiliche Erkenntnisse ließen darauf schließen, "dass illegale Migration nach Deutschland zum Teil auch im sogenannten Dunkelfeld erfolgt". Allerdings seien belastbare Aussagen über die Größenordnung "seriös nicht möglich".

Im Bericht der EU-Kommission heißt es laut "Welt", Deutschland erfahre kontinuierlich einen hohen Zugang von irregulären Migranten, wobei täglich 460 Personen erstmalig einen Asylantrag in Deutschland stellten. Hauptherkunftsländer seien dabei Syrien, der Irak, Nigeria, Afghanistan, die Türkei und der Iran.

Laut EU-Bericht bleibt das Ausmaß der Wanderungen innerhalb der Europäischen Union hoch. Mitte September hätten allein innerhalb einer Woche 8.343 Menschen einen Asylantrag in einem EU-Land gestellt, die zuvor bereits in einem anderen EU-Staat registriert worden seien. Vor allem bei Asylsuchenden in Frankreich (1.522 Fälle in einer Woche) und in Deutschland (1.098 Fälle in einer Woche) habe ein Datenabgleich ergeben, dass Migranten davor in einem anderen Mitgliedsland einen Asylantrag gestellt hätten. 

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