Hebammen-Ausbildung künftig an Universität

Statt in Hebammenschulen sollten Hebammen und Entbindungspfleger künftig in einem dualen Studium auf den Beruf vorbereitet werden.

© epd-bild / Detlef Heese

Die freiberufliche Hebamme Jutta Stuckenborg (r.) zeigt der Mutter Sandra Reinelt in ihrer Wohnung, wie sie ihren Julian am besten badet. Statt in Hebammenschulen sollten Hebammen und Entbindungspfleger künftig in einem dualen Studium auf den Beruf vorbereitet werden.

Hebammen-Ausbildung künftig an Universität
Der Deutsche Hebammenverband begrüßt die geplante Akademisierung der Hebammenausbildung und dringt auf eine schnelle Umsetzung. Damit werde die bestmögliche Versorgung von Frauen und Kindern erzielt und ein traditioneller Frauenberuf aufgewertet, erklärte die Verbandspräsidentin Ulrike Geppert-Orthofer am Mittwoch in Berlin.
Deutschland spricht 2019

Deutschland sei das letzte Land in der EU, das Hebammen noch nicht an Hochschulen ausbilde. Die Hebammen reagieren damit auf eine Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), wonach die Geburtshilfe ein akademischer Beruf werden soll.

Statt in Hebammenschulen sollten Hebammen und Entbindungspfleger künftig in einem dualen Studium auf den Beruf vorbereitet werden, hatte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch) gesagt. Duale Studiengänge sollen Vorlesungen und Seminare an einer Hochschule mit praktischer Arbeit verknüpfen. Die Studierenden erwerben am Ende des Studiums einen Bachelor-Abschluss. "Die Anforderungen an Geburtshilfe steigen ständig", sagte Spahn.



Eine Akademisierung der Hebammen-Ausbildung war im Koalitionsvertrag vereinbart worden. Damit wird eine EU-Richtlinie umgesetzt, nach der die Ausbildung für das Berufsfeld bis zum Januar 2020 reformiert sein muss. Vorgegeben von der EU sind zwölf Jahre Schulbildung und mehr Vermittlung von wissenschaftlichen Inhalten aus den Bereichen Frauenheilkunde, Geburtshilfe, Allgemeinmedizin und Pharmakologie.

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