Nach Erdbeben: Weltbank kündigt Milliardenhilfe für Indonesien an

Sulawesi hat die Weltbank Indonesien Finanzhilfen bis zu einer Milliarde Dollarzugesagt.

© Dita Alangkara/AP/dpa

Frauen stehen auf den Trümmern von Häusern, während sie nach dem suchen, was aus dem Haus eines Verwandten im Balaroa-Viertel übrig ist.

Nach Erdbeben: Weltbank kündigt Milliardenhilfe für Indonesien an
Nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe auf Sulawesi hat die Weltbank Indonesien Finanzhilfen bis zu einer Milliarde Dollar (knapp 865 Millionen Euro) zugesagt.

Die Regierung in Jakarta könne den Hilfskredit sowohl für den Wiederaufbau von Krankenhäusern, Schulen, Straßen, Brücken und Anlagen zur Wasserversorgung abrufen als auch für Schutzmaßnahmen gegen weitere Katastrophen, sagte Weltbank-Geschäftsführerin Kristalina Georgieva am Sonntag auf der Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds auf Bali. Zudem beinhalte das Finanzpaket Unterstützung für die 150.000 ärmsten Familien in der Krisenregion.

Die indonesische Finanzministerin Sri Mulyani Indrawati begrüßte die Zusage. Ihr Land wisse die Aufmerksamkeit und Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, darunter der Weltbank, zu schätzen, sagte die Politikerin. Die Lebensumstände und den Lebensunterhalt der von Naturkatastrophen betroffenen Menschen wiederherzustellen habe für die Regierung oberste Priorität.

Bei den schweren Beben und dem folgenden Tsunami vom 28. September kamen nach bisherigen Angaben der Behörden mehr als 2.000 Menschen ums Leben. Weitere 5.000 Bewohnern werden noch vermisst. Nach UN-Schätzungen sind mindestens 200.000 Menschen dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Dort kommt es regelmäßig zu Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüchen. Am 26. Dezember 2004 hatte ein Seebeben der Stärke 9,1 vor der Nordwestküste Sumatras einen Tsunami ausgelöst, bei dem in den Anrainerstaaten des Indischen Ozeans mehr als 230.000 Menschen ums Leben kamen. Allein in Indonesien wurden damals 170.000 Tote registriert.

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