Caritas will Suizidgefährdete mit Musik und Spiel erreichen

Mann sitzt alleine auf Bank

Foto: Jamrooferpix/stock.adobe

Bei jungen Menschen bis 25 Jahren ist Suizid die zweithäufigste Todesursache, noch vor Autounfällen, Mord, Aids und Drogen zusammen.

Caritas will Suizidgefährdete mit Musik und Spiel erreichen
Die Caritas will mit einem Musikvideo und einem Handy-Spiel insbesondere suizidgefährdete junge Männer für ihr Beratungsangebot "U25" gewinnen. Um auf die Hilfsmöglichkeiten aufmerksam zu machen, startete sie eine Kooperation mit Popsänger Jonas Monar und entwickelte das Handy-Spiel "OneLifeOnly", wie die Caritas am Montag in Berlin mitteilte.

Laut Caritas ist Suizid bei jungen Menschen bis 25 Jahren die zweithäufigste Todesursache, noch vor Autounfällen, Mord, Aids und Drogen zusammen. Die Mehrzahl der jungen Menschen, die sich das Leben nehmen, seien Männer, weil sie oft nicht so lange nach einem Ausweg suchten wie junge Frauen.

Caritas-Präsident Peter Neher unterstrich, über das Thema Selbsttötung müsse viel stärker öffentlich geredet werden. "Denn gerade bei jungen Menschen ist der Gedanke, sich etwas anzutun, oft eher Ausdruck einer aktuellen Krise, die aber überstanden werden kann", zeigte er sich überzeugt.

Bei "U25" beraten den Angaben zufolge rund 200 Gleichaltrige hilfesuchende Jugendliche an zehn Standorten in Deutschland per E-Mail kostenlos und anonym. 2017 hätten über 1.200 Menschen in fast 8.000 Mailkontakten bei dem Angebot Rat gesucht. Mit der neuen Kampagne und dem Hashtag #dubistmirwichtig will die Caritas laut Neher mehr junge Menschen erreichen.

Meldungen

Top Meldung
In Düsseldorf haben Vertreter der örtlichen Religionsgemeinschaften bereits vor Wochen ihre Pläne für einen gemeinsamen "Toleranzwagen" vorgestellt. Foto: Wagenbaumeister Jacques Tilly mit einem Entwurf des Wagens in der Wagenbauhalle. Unter dem Karnevalsm
Zwei Tage nach dem Anschlag von Hanau sind am Freitagabend in Nordrhein-Westfalen erneut mehrere tausend Menschen zu Mahnwachen und Kundgebungen gegen Rechts auf die Straße gegangen. Auch der rheinische Straßenkarneval reagiert auf den Anschlag.