Kardinal Marx: Kirche ist weiterhin gefragt

Kardinal Reinhard Marx

epd-bild / Stefan Arend

Kardinal Reinhard Marx ist zuversichtlich obwohl die Mitgliederzahlen beider Kirchen sinken. Grund dafür ist in erster Linie der demografische Wandel.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofkonferenz, Kardinal Reinhard Marx, ist sich sicher, dass Kirche auch in Zukunft in der Öffentlichkeit gefragt sein wird.

Die aktuelle Bestandsaufnahme der katholischen Kirche in Deutschland unterstreiche den Beitrag für Gesellschaft und Welt, schrieb Marx im Vorwort des Berichts "Zahlen und Fakten 2017/18", der am Donnerstag in Bonn veröffentlicht wurde. Marx betonte gleichzeitig, er wolle Probleme damit nicht kleinreden. Gerade die Kirchenaustritte seien seit Jahren Anlass zur kritischen Selbstreflexion.

Zahlen könnten bei weitem nicht alles abbilden, was das kirchliche Leben ausmache. Aussagekräftiger sei beispielsweise das starke ehrenamtliche Engagement vieler Katholiken. "So vielfältig wie unser Glaube ist, eine so lebendige Vielfalt ist das kirchliche Leben", schrieb Marx.

Ein Schwerpunkt der über 60-seitigen Broschüre, die seit 2011 von der Deutschen Bischofskonferenz herausgegeben wird, liegt auf dem Thema "Jugend in der Kirche". Der Bischof betonte: "Wir müssen als Kirche nicht nur über die Jugend reden, sondern auch etwas für sie tun." Weitere Schwerpunkte der Arbeitshilfe sind das ehrenamtliche Engagement, sowie die Auszeichnungen der Deutschen Bischofskonferenz.

Im Juli hatten sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche ihre aktuellen Mitgliederstatistiken veröffentlicht. Rund 54 Prozent der deutschen Bevölkerung gehörten demnach im vergangenen Jahr noch einer der beiden großen Kirchen an. Rund die Hälfte von ihnen (23,3 Millionen) sind Katholiken. Die Mitgliederzahlen beider Kirchen sinken allerdings stetig. Grund dafür ist in erster Linie der demografische Wandel.