Eine gute Idee: Jahresempfang am Reformationstag

In lockerer Atmosphäre ins Gespräch kommen
Wolkenkreuz am Abendhimmel

Foto: Sebastian Arlt

Wolkenkreuz am Abendhimmel.

Neujahrsempfänge gibt es wie Sand am Meer. Für die evangelische Kirche gibt es eine gute Alternative: Den Jahresempfang einfach am Reformationstag machen!

"Zu Jahresbeginn werfe ich alle fünfundzwanzig Einladungen in die Höhe. Die, die zuerst auf dem Schreibtisch landet, nehme ich wahr." Manche Entscheidungsträgerinnen und -träger in Politik, Kirche und Gesellschaft haben bei Neujahrsempfängen die Qual der Wahl. Das bereitet auch den Veranstaltern der Neujahrsempfänge Kopfzerbrechen. Die Herausforderung lautet: Wie mache ich meinen Empfang so interessant, dass möglichst alle Eingeladenen verbindlich kommen?

Zunehmend haben Kirchengemeinden, Sprengel, Dekanate oder Kirchenkreise in den vergangenen Jahren die Chance erkannt, die solche Empfänge bieten: Es gibt ein interessantes Thema, eine Referentin oder einen Referenten, man kommt an der Schnittstelle von Gesellschaft und Kirche in lockerer Atmosphäre ins Gespräch. Je nach Tradition bei einem Glas Sekt, Wein oder Bier; immer jedoch mit Mineralwasser.

Doch auch kirchlichen Empfängen droht der Abstieg in die Bedeutungslosigkeit, wenn namhafte Vertreter der politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Gremien fehlen. Dabei mangelt es selten an eigener sorgfältiger Planung des Empfangs. Terminkollisionen mit anderen Veranstaltungen sind für die Eingeladenen der häufigste Grund für Absagen. Vor allem am Jahresbeginn.

Die Alternative zum kirchlichen Neujahrsempfang ist darum der "Jahresempfang am Reformationstag". Aus Sicht klassischer Öffentlichkeitsarbeit hat der Reformationstag – und ein Empfang an diesem Tag – ein Alleinstellungsmerkmal. Wer sonst kann da autorisierter einladen als die evangelische Kirche? Mit einem kirchlichen Empfang an diesem Tag geht vom Absender die klare Botschaft aus: Dieser Tag hat für uns eine zentrale Bedeutung. Wenn ein aktuelles Thema und ein interessanter Redner den Auftakt bilden, wird der "Reformationsempfang" zu einer gelungenen Veranstaltung, die bald – spätestens nach dem zweiten Mal – zur Tradition geworden ist. Und, professionell gemacht, schnell im Terminkalender des Folgejahres steht. Ganz gleich, welche anderen Einladungen dann zum Jahresbeginn auf den Schreibtisch flattern.