US-Justizminister: Gläubige vor Diskriminierung schützen

Jeff Sessions

Foto: Alex Brandon/AP/dpa

US-Justizminister Jeff Sessions hat eine Arbeitsgruppe gegründet, um gläubige Menschen vor Diskriminierung zu schützen.

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US-Justizminister: Gläubige vor Diskriminierung schützen
US-Justizminister Jeff Sessions hat in seinem Ministerium eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um gläubige Menschen vor Diskriminierung zu schützen. Sessions sprach am Montag (Ortszeit) in Washington von einer "gefährlichen Bewegung" in den USA, die die "großartige Tradition der Religionsfreiheit" untergraben wolle.

Sessions sagte, manche Pastoren hätten Angst, ihre Interpretation der Heiligen Schrift zu verkünden. Das "kulturelle Klima" sei gläubigen Menschen nicht gewogen, sagte der Justizminister, ohne in Details konkret zu werden. Die indirekt von ihm angesprochenen Spannungen betreffen hauptsächlich Rechte von Homosexuellen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) sowie die 2015 legalisierte gleichgeschlechtliche Ehe.

Sessions sprach in Anwesenheit eines evangelikalen Konditors aus Colorado, der wegen seines Glaubens einem gleichgeschlechtlichen Paar keine Hochzeitstorte gebacken hatte. Zugegen war auch der römisch-katholische Erzbischof Joseph Kurtz, der Vorsitzende der Religionsfreiheitskommission der US-Konferenz der katholischen Bischöfe. Die Bischöfe empören sich über bestimmte Empfängnisverhütungsvorschriften bei der Krankenversicherung.

Die LGBT-Organisation "Human Rights Campaign" übte scharfe Kritik an Minister Sessions. Die Regierung wolle Diskriminierung von LGBT-Amerikanern rechtlich schützen, sagte deren Rechtsexpertin Sarah Warbelow. Im Januar hatte das US-Gesundheitsministerium ein Büro eingerichtet zum Schutz von medizinischem Personal, das aus Glaubensgründen bestimmte Therapien verweigert.

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