Hawaii legalisiert Beihilfe zum Suizid für Todkranke

Suizid

Foto: Getty Images/iStockphoto/Ben Harding

Hawaii legalisiert Beihilfe zum Suizid für Todkranke
Als sechster US-Bundesstaat hat Hawaii ärztliche Beihilfe zum Suizid für Todkranke legalisiert.

Todkranke und "geistig zurechnungsfähige Menschen" sollten in Würde und Frieden über ihr Lebensende bestimmen dürfen, sagte Hawaiis Gouverneur David Ige laut der Zeitung "Honolulu Star Advertizer" (Donnerstag/Ortszeit) beim Unterzeichnen des Gesetzes. Ärztlich assistierter Suizid ist in den USA bereits in den Bundesstaaten Kalifornien, Colorado, Oregon, Vermont und Washington sowie in der Hauptstadt Washington legal.

Mehr zu Suizidbeihilfe
Eine Patientin bekommt Tabletten gereicht.
Der Hamburger Verein "Sterbehilfe Deutschland" hat im vergangenen Jahr in deutlich mehr Fällen Menschen zum Suizid verholfen als zuvor. Neben körperlich und psychisch Erkrankten waren auch Gesunde darunter.
Bischöfin Kirsten Fehrs zur Suizid Debatte
Die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs wünscht sich eine offenere Debatte in Kirche und Gesellschaft zum assistierten Suizid.

In Hawaii stimmte das Parlament mit großer Mehrheit für die Änderung. Mediziner dürfen dem neuen Gesetz zufolge todbringende Mittel verschreiben, wenn der Patient mindestens 18 Jahre alt und kompetent ist und nach Diagnosen von zwei Ärzten nur mehr sechs Monate zu leben hat. Der Patient muss die Mittel mündlich und schriftlich beantragt haben und diese ohne ärztlichen Beistand einnehmen. Der US-Ärzteverband lehnt ärztliche Beihilfe zum Suizid ab.