Rüstungsgegner starten Kampagne gegen Waffenhandel

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Menschenrechts- und Friedensaktivisten haben eine neue Kampagne gegen Waffenexporte gestartet.

Dazu wurde am Donnerstag in Berlin eine neue Webseite freigeschaltet, die unter anderem detaillierte Informationen über die Beteiligung deutscher Rüstungsunternehmen an Kriegen und bewaffneten Konflikten zur Verfügung stellen soll. Ziel der Kampagne "Global Net Stop the Arms Trade" sei die Schaffung eines weltweiten Netzwerks gegen Rüstungsexporte, sagte Jürgen Grässlin vom Freiburger Rüstungsinformationsbüro als Mitinitiator.

Als erster Fall wird auf dem neuen mehrsprachigen Internetportal der Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich vor rund 100 Jahren dokumentiert, an dem deutsche Rüstungsunternehmen wie die Mauser-Werke durch massive Waffenexporte beteiligt gewesen seien, sagte Grässlin. Auch ein für Mai in Stuttgart angesetzter Prozess gegen Verantwortliche von Heckler & Koch wegen mutmaßlicher illegaler Waffenlieferungen nach Mexiko werde auf der Webseite dokumentiert.